Bestattungsvorsorge – auf Nummer sicher gehen
Frau Gerda M. machte sich Gedanken über ihre eigene Bestattung – vor allem darüber, ob genügend Geld dafür da sein würde. Deshalb war sie auch schon bei ihrem Bestatter des Vertrauens gewesen, hatte ihre Wünsche besprochen und durchrechnen lassen. Einen schönen Sarg hatte sie sich ausgesucht, die Friedhofsangelegenheiten bezüglich der Grabstätte und der Grabpflege besprochen, die Gestaltung der Traueranzeige, das Blumenarrangement und ein Cafe für das anschließende Beisammensein festgelegt. Sie war beruhigt. Dafür hatte sie schließlich gespart. Der Bestatter hat darauf hingewiesen, ihre Pläne mittels einer qualifizierten Bestattungsvorsorge finanziell abzusichern! Doch Frau Gerda M. winkte ab. “Ach nein”, sagte sie, “wenn es soweit ist, kümmert sich mein Enkel um alles.” Leider wurde Frau Gerda M. zum Pflegefall und mußte in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebracht werden. Die Kosten hierfür waren hoch und ihre Ersparnisse mußten dafür aufgebraucht werden. Als der Bestatter dem Enkel die Wünsche seiner verstorbenen Oma vorgetragen hatte, meinte dieser nur: “Das wird alles viel zu teuer. Wir machen eine anonyme Feuerbestattung.”
Rechtzeitig vorsorgen und Angehörige entlasten
Die Bestattungsvorsorge ist ein persönlicher Weg, um vorbereitet zu sein. Sie haben so die Möglichkeit, bereits zu Lebzeiten die Bestattungsform nach Ihren eigenen Wünschen festzulegen und finanziell abzusichern! Sie erleichtern es damit den Hinterbliebenen, schwierige Entscheidungen zu treffen, und helfen Unklarheiten zu vermeiden. Immer mehr Menschen erkennen das und treffen deshalb selbst ihre Entscheidungen. Auch für die Bezahlung Ihrer “späteren” Bestattung können Vorkehrungen getroffen werden. Wir rechnen mit vorhandenen Versicherungen ab. Darüber hinaus ist es möglich, Gelder einzuzahlen, die z.B. bei der Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG angelegt werden.
Wichtige Unterlagen für eine qualifizierte Vorsorge:
- Personalausweis
- Personenstandsunterlagen zum Nachweis des letzten Familienstandes:
- bei Ledigen die Geburtsurkunde
- bei Verheirateten die Heiratsurkunde (Ehe-Register ab 1. Januar 2009),
das Stammbuch oder ein Familienbuchauszug - bei Geschiedenen das Stammbuch, die Heiratsurkunde
oder ein Familienbuchauszug und das rechtskräftige Scheidungsurteil - bei Verwitweten das Stammbuch, die Heiratsurkunde
oder ein Familienbuchauszug und die Sterbeurkunde des Ehepartners - Lebenspartnerschaftsurkunden
- Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung
- Persönliche Unterlagen (Krankenkasse, Rentenunterlagen, Sterbeversicherung etc.)
Bitte halten Sie die Unterlagen bereit – wenn noch Fragen offen sind, helfen wir Ihnen weiter
Mein letzter Wille
Ein Testament, auch „mein letzter Wille“ genannt, ist ein rechtlich bindendes Dokument, das Ihre Vermögensverteilung regelt und entweder handschriftlich (vollständig von Ihnen selbst geschrieben, datiert, unterschrieben) oder notariell erstellt werden kann, wobei die handschriftliche Variante Ort und Datum enthalten sollte, um Gültigkeit zu haben. Es legt fest, wer Ihr Erbe wird, kann Vermächtnisse aussetzen und muss auch Pflichtteilsansprüche der nächsten Angehörigen berücksichtigen. Um die Umsetzung zu erleichtern, können Sie einen Testamentsvollstrecker einsetzen und den Aufbewahrungsort sicher verwahren, idealerweise beim Nachlassgericht oder gut auffindbar.
Erhöhte Kosten auf Bestattungsleistungen
Nicht allein Energiekosten und Materialknappheit erhöhen die Preise, auch Inflation und Lohnkostenanstieg wirken als Kostentreiber. Prüfen und passen Sie bestehende Vorsorgeverträge an Kostensteigerungen an!
Bitte beachten Sie den folgenden Hinweis
Wegen Fachkräftemangel werden z. Zt. keine neuen Bestattungsvorsorgen angeboten.
Treuhand AG
Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist eine Serviceeinrichtung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., die hinterlegte Gelder für Bestattungsvorsorgeverträge absichert, indem sie diese sicher verwahrt, verzinst und im Todesfall direkt an das Bestattungsinstitut zur Begleichung der Kosten auszahlt. Sie dient als Alternative zur Sterbegeldversicherung, bietet finanzielle Sicherheit für die eigenen Wünsche und schützt das Geld vor dem Zugriff Dritter (z.B. Sozialamt), abgesichert durch Bürgschaften einer Sparkasse.
- Sicherheitsnetz: Die AG wurde gegründet, um die finanzielle Abwicklung einer Bestattungsvorsorge sicher zu gestalten und die Wünsche des Einzelnen zu gewährleisten
- Geldanlage: Ihr eingezahlter Betrag wird sicher angelegt und verzinst, oft besser als auf einem normalen Sparkonto, und das Kapital ist vor Negativzinsen geschützt
- Auszahlung: Erst bei Vorlage der Sterbeurkunde wird das angesparte Vermögen inklusive Zinsen an das Bestattungshaus ausgezahlt, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen
- Schutz vor Dritten: Das angelegte Geld ist vor dem Zugriff Dritter geschützt, was bei Pflegebedürftigkeit relevant sein kann
