Eine kurze Familienchronik

Friedrich Vasbeck, Tischlermeister (1858–1936), legte den Grundstein für das Beerdigungsunternehmen, das heute in vierter Generation in Vohwinkel, mittlerweile ein Stadtteil von Wuppertal, ansässig ist und sich auf der Kaiserstraße 128 befindet. In der von ihm gegründeten Tischlerei wurden neben handwerklichen Schreinerarbeiten auch die ersten Bestattungen durchgeführt. Die dafür benötigten Särge wurden direkt in der eigenen Werkstatt maßgefertigt, indem die Maße der Verstorbenen abgenommen wurden. Damals war es üblich, die Verstorbenen bis zur Beerdigung im Trauerhaus aufzubahren, bevor sie mit Pferd und Wagen zum Friedhof gebracht wurden. In den Wintermonaten kam sogar ein Schlitten zum Einsatz, der mit großer körperlicher Anstrengung bis zum Friedhof geschoben wurde.

Nach dem Tod meines Urgroßvaters übernahm mein Großvater, Otto Vasbeck (1894–1972), das Bestattungsinstitut und baute es mit tatkräftiger Unterstützung seiner Ehefrau Anna, geb. Hösterey, weiter aus. Die Tischlereiarbeiten wurden eingestellt, und fortan konzentrierte sich das Unternehmen ausschließlich auf Bestattungen. Im Jahr 1937 trat mein Großvater dem Fachverband des Deutschen Bestattungsgewerbes bei. Zur Überführung von Verstorbenen wurde zunächst ein Anhänger angeschafft, der sich jedoch als wenig praktisch erwies. Später kamen die Bestattungsfahrzeuge DKW, Opel Kapitän und Ford zum Einsatz. Im Jahre 1968 übernahmen mein Vater, Hans Otto Vasbeck (geboren 1937), und meine Mutter Gisela, geb. Rompf, den elterlichen Betrieb. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Bestattungsinstitut zu einer verlässlichen Adresse unter den Bestattern in Wuppertal.